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Keine Zeit für Depression

Zur Zeit blogge ich gerade sehr wenig. Obwohl momentan so viel passiert wie schon seit ... herrjeh, seit wann nicht? Hier passiert ständig was. Mal ist es viel, mal ist es noch mehr. Ob ich irgendwann einmal zur Ruhe kommen werde? ;-)


Aktuell ist es ein Umzug. Oder ein Umräumen. Oder wie auch immer man das nennen möchte. Muss ja nicht alles hier ausbreiten. Aber, was ich sagen kann: es wurden jede Menge Möbel aus der Bude geschafft, es werden einige der alten Möbel umgeräumt, und neues Inventar wird reingeschleppt und aufgebaut. 

Es ist faszinierend, wieviel Dreck sich ansammelt hinter den Möbeln. Und es ist unglaublich, wieviele unzählige Kisten und Tüten man braucht, um den Inhalt eines Billy-Regales zu verpacken und zwischenzulagern. Wie passen all diese irrsinnig vielen Zimmerinhalte in ein einziges Regal?!? Warum brach das Regal in all den Jahren nicht darunter zusammen? Und wie zur Hölle soll man all das wieder reinbekommen? 

Hat man damals dieses Möbelstück wirklich die ganzen Treppen heraufbekommen? Warum kriegt man es dann nicht mehr um die Ecke runter? Wie kommt es, dass man gerade mal einen Tag braucht, um alles zusammenzuräumen - aber zig Wochen, bis die Bude wieder sauber ist und alles an Ort und Stelle steht?!?

Fragen über Fragen. Und jede Menge Arbeit. 

Am Wochenende habe ich zwei Tage nonstop etwa 8 bis 10 h gebuckelt und geschleppt. Was halt im Rahmen der OP möglich war. Aber was ich nicht an Gewicht leisten konnte, machte ich an Tempo und in der Anzahl an Treppenstufen wieder wett. 

Danach wieder Arbeit, teilweise acht bis 10 Stunden am Tag (ja, ich habe Teilzeit. Aber wenn andere Termine es erforderlich machen, dass ich die Arbeit auf zwei drei Tage raffe, dann geht das halt nicht anders).

Und den Rest wieder Bücher ausgeräumt, altes Zeug ausgemistet. Dazwischen Foodsharing und Einkochen und Einfrieren und Einsuppen von haufenweise Lebensmitteln. Ein Freund kam zu Besuch, und ein paar dringende Behördensachen mussten auch erledigt werden. An Schlaf war die letzten Tage bei dieser Schwüle gar nicht zu denken, und irgendein Nachbarshund war ebenfalls schlaflos (zu gerne hätte ich mitgekläfft und mitgejault, mir wäre danach gewesen. Aber ich glaube, dann hätte es mit Blaulicht an meiner Tür geklingelt).

Kurz gesagt: ich hatte gar keine Zeit, wahnsinnig zu werden oder durchzudrehen. Und manchmal tut es gut, wenn viel zu tun ist. Dann muss man nicht nachdenken über das, was eigentlich wichtig wäre. Verarbeiten kann man hinterher, wenn alles durch ist. ZB einen Todesfall im engsten Familienkreis, persönliche Anliegen, schwierige Situationen auf Arbeit, Planung weiterer Transitionsschritte. Ich gehöre scheinbar seit Testo zu den Menschen, die bei Depression nicht träge werden sondern in wilden Aktionismus verfallen. Auch gut, fühlt sich (für mich) besser an als früher die innere Lähmung ...

Ich hoffe, dass langsam wieder etwas Ruhe einkehrt. Aber ich schätze, das wird etwa noch zwei bis drei Wochen dauern. Bis ich die Wohnung einigermaßen auf Vordermann gebracht habe. Damit ich wenigstens äußerlich zur Ruhe kommen kann ...

2heartedman 01.09.2017, 14.06

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