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Zuviel weibliche Hormone - mehr Klischee geht nicht

Die letzten Wochen ging es mir ziemlich dreckig. Nach der Auswertung meines Blutspigels weiß ich auch warum:

Die Weiblichkeit hatte sich durchgekämpft. Und zwar mit aller Macht. So hoch wie bei einer Frau in den Spitzenzeiten ihres Zyklus. Davon merkte ich allerdings rund zwei Wochen lang nichts. Erst dann, als es tatsächlich damit anfing, sich körperlich in Richtung Zyklus zu entwickeln, wurde mir klar, dass meine Stimmungsprobleme wohl wieder einmal hormonell bedingt waren. 

Ich hatte heftige Gewichtsschwankungen (Wasser), hatte mal wieder leichte Rückenschmerzen. Und die Heizung konnte nicht hoch genug aufgedreht sein (obwohl ich sonst jmd bin, der im Winter mit Shirt aus dem Haus geht). Ich fühlte mich nicht mehr wirklich wohl in meinem Körper, das führte natürlich auch zu Unzufriedenheit, Gereiztheit. Nahm außerdem einige Dinge ziemlich persönlich und reagierte entsprechend ungehalten. Fing an, ein paar Freunde ziemlich zuzujammern mit diesem und jenem, und überhaupt alles doof. Es konnte mir einfach keiner mehr recht machen (ich mir selbst natürlich auch nicht). 

Es fühlte sich dieses Mal weit heftiger an als die Male davor. Ich fand, dass ich den anderen und mir selbst das einfach nicht mehr antun konnte und mich deswegen zurückziehen musste. Habe mich soweit als möglich zu Hause verkrochen. In die Decke gekuschelt, seichte Filme angesehen (bloß keine Action, das hätte zusehr aufgewühlt), mich mit Nudeln und Schokolade und Zuckerzeug vollgestopft. 

Sosehr das auch jedem billigen Klischee entsprechen mag, wäre ich nie auf die Idee gekommen, das mit den Hormonen in Verbindung zu bringen: Die Spritze sieht ungefähr einen Rhythmus von 12 Wochen vor. Nach etwa acht Wochen ging es bei mir los. Dass nach so kurzer Zeit mein Spiegel bereits völlig aus dem Häuschen ist, hätte ich nicht erwartet und zog es daher überhaupt nicht in Betracht.

Auf das Medizinische will ich hier nicht eingehen, bevor jmd meiner Leser das womöglich auf sich münzt oder Regeln daraus ableitet. Deswegen nur soviel: ich habe mit der Ärztin diskutiert, woran das liegen könnte, was wir eher ausschließen können, was man dagegen tun könnte.

Ich entschied mich nun also für einen Blocker. Hatte diese fiesen Dinger vor zwei Jahren schon mal. Damals mit ordentlichen Nebenwirkungen (allerdings hatte ich da noch kein Testosteron, und so ganz ohne Hormone mag der Körper eben nicht). Ich hoffe, dass es dieses Mal gut läuft. Dass das Ö runtergefahren wird auf einen männlichen Wert. Und dass der Körper dann bitte bitte die Produktion einstellt statt ständig nachzufeuern. Ich plane nicht, in Zukunft ständig Blocker zuzuführen. Da würde ich mir auf Dauer etwas anderes überlegen. Aber jetzt erst einmal abwarten. 

2heartedman 18.02.2018, 18.08

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