two hearted man
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Wohin der Weg auch führt

Manchmal überlege ich, wie es weitergehen wird mit diesem Blog.

Es ist ja meine persönliche Reise, mein Weg der Transition. Ich hoffe natürlich, diese Reise eines Tages abzuschließen. Möchte ankommen in der Gesellschaft, in mir selbst, in meinem Umfeld. 

Ich habe keine Ahnung, wie lang dieser Weg noch ist. Vielleicht steht noch eine OP an, da bin ich unsicher. Es zwingt mich ja niemand, und ich werde das in aller Ruhe entscheiden. Vielleicht gibt es noch einige Zwischenschritte und Situationen, die mich völlig überfahren und mit denen ich nie gerechnet hätte. Vielleicht bin ich ja sogar schon am Ziel meiner Reise, habe es aber noch nicht erkannt? 

Sicher ist aber: ich will und werde den Blog weiterführen. Teilweise als teil-öffentliches Tagebuch wie bisher. Schließlich bin ich nicht trans* sondern Mensch. Mit Hobbies, Interessen, Vorlieben, Gedanken, Neigungen, Ideen. Und die werde ich gerne weiterhin teilen. Und teilweise soll es natürlich weiterhin um das Thema queere SubKulturen gehen. 

Aber wie das in Zukunft aussehen kann, weiß ich noch nicht. Denn ich interessiere mich sehr für das Thema. Ich besuche Vorträge, Tagungen, sehe Berichte, lese Bücher, bin im aktiven Austausch innerhalb der Community. Und ich halte auch Vorträge, Workshops, leiste Öffentlichkeitsarbeit, mache Streetwork und bin recht aktiv. Aber das dann in Worte zu fassen und blogreif zu machen fällt mir schwer. Das wäre mir irgendwie zu politisch, das liegt mir nicht. 

Das ist ein ganz großes Dilemma, mit dem ich aktuell kämpfe: 
- ich möchte unsichtbar sein
- ich möchte etwas in der Öffentlichkeit bewirken

Unsichtbar nicht als Transperson. Damit komme ich gut klar und stehe auch gerne offen Rede und Antwort. Aber unsichtbar als Mensch. Denn ich bin kein Poser. Bin ein stiller, introvertierter Mensch. Ziehe das Zweiergespräch der großen Diskussion vor. Beteilige mich nicht an großen Aktionen, meide Menschenmassen und verziehe mich in die hintere Ecke auf der Party. Ich stehe beim Konzert vorne in der ersten Reihe aber rocke nicht mit sondern sauge die Stimmung auf wie ein Schwamm.

Mir ist bewusst, wiesehr das hier im Blog und vor allem in meiner Arbeit im Widerspruch steht. Und ich habe also keine Ahnung, wie es weitergeht. Ich werde mich von mir selbst überraschen lassen. Was ist mir wichtiger: mein Bedürfnis, Aufklärung zu betreiben und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und für andere dazusein? Oder mein Bedürfnis nach Ruhe und Zurückgezogenheit? 

Wichtig ist es auf jeden Fall, dass ich mich dabei nicht selbst verleugne. Ich werde nicht schweigend zu Hause sitzen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich etwas bewirken kann / muss. Und ich werde mich nicht selbst auf die Straße prügeln, wenn mir nach Ruhe und Abgeschiedenheit ist. Mal sehen, wo ich mich am Ende finde ... 

2heartedman 05.08.2018, 13.26

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