two hearted man
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So long, and thx for the fish

Da ich kaum Zeit hatte zum Bloggen, ist es nun bald einen Monat her, dass mein Opa verstorben ist ...

Hm, was gibt es da zu erzählen? Er war über 90, er war alt, und er war krank. Er musste aber nicht leiden, sondern er starb wohl recht schnell. Es ist ein Tod, der mich jetzt nicht sehr überrascht, sondern ich hatte in absehbarer Zeit damit gerechnet. Trotzdem ist es irgendwo natürlich traurig, klar. Aber ich kann gut damit umgehen. 

Am Vortag schrieben zwei Verandte mich an, versuchten mich zu kontaktieren. Daher hatte ich schon so eine Ahnung und hatte eigentlich nur im Hinterkopf "er oder sie, wer ist gestorben".

Es ist der Großvater, bei dem ich aufgewachsen bin. 20 Jahre habe ich bei ihnen gelebt, habe von ihnen gelernt, wurde erzogen, wurde geliebt, habe mich gestritten, meinen Kopf durchgesetzt, und so weiter. Elternersatz eben. Trotzdem war die Bindung zu meinem Vater stärker, aber das ist ein anderes Thema. 

Jedenfalls, ich denke zurück und sehe viele positive Dinge. Er lehrte mich so einiges, vor allem jede Menge jungstypische Zeugs. Es gibt auch weniger schöne Momente, aber es ist eben, wie es ist. 

Ich frage mich allerdings, wie es Oma damit geht. Die beiden waren verbunden in einer sehr seltsamen Verstrickung. Naja, wie es damals eben üblich war: man hatte Kinder, man ließ sich nicht scheiden. Selbst, wenn man nicht mehr miteinander klar kam, selbst wenn eine Trennung wohl besser gewesen wäre, man hielt zusammen, das hatte Vor- und Nachteile, und irgendwann konnte man nicht mehr ohne den anderen, ob man wollte oder nicht. 

Nun ist Oma inzwischen dement, und ich stelle es mir sehr hart für sie vor. Da sieht sie, dass er nicht da ist und hat Angst, dass er gegangen ist ohne sie. Oder dass ihm etwas passiert ist. Man erklärt ihr, dass er gestorben ist, aber das ist auch nicht wirklich besser. Schlimm :(

Die beiden hatten eine Verbindung, die sehr symbiotisch war, und ich kann mir vorstellen, dass Oma ihm vielleicht bald folgen wird. Oder vielleicht fängt sie jetzt an, so richtig aufzublühen ohne ihn. Wer weiß. Das Leben ist spannend, und der Tod gehört dazu ...

(und ja, die Überschrift hat eine Bedeutung. Wir waren viel im Wald. Fischen, Beeren, Pilze, Vögel beobachten. Vor allem die Fischteiche waren sein großes Hobby. Von ihm habe ich viel über Natur erfahren und vor allem greifbar erlebt).

2heartedman 03.09.2017, 20.40

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Hiltrud

Ach Sascha, das tut mir sehr leid. Herzliches Beileid.

vom 04.09.2017, 13.25
Antwort von 2heartedman:

Danke