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Narbenpflege

Narbenpflege ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt seit der Operation.

Habe viel dazu gegoogelt, wie sich Narben entwickeln, welche Stadien es gibt, was aus ihnen werden kann, was man tun sollte um sie klein zu halten. Jeder hat so sein Mittelchen, und jeder ist von seinem natürlich überzeugt. 

Nach dem, was ich gelesen haben, ist die Pflege sehr wichtig. Trotzdem scheint es ein bisschen Veranlagung zu sein, ob man wulstige oder eingefallene Narben bekomme oder ob sie eher schmal bleiben. Manche machen wohl scheinbar Sport und dehnen völlig unbedacht und haben trotzdem schmale Narben behalten, während sie bei anderen auch mit Schonung auseinandergehen wie ein Hefezopf. 

Veranlagung hin oder her - ein bisschen möchte ich selbst dazu beitragen. Würde mir sonst, falls sie breit werden, ewig Vorwürfe machen. Ob das, was ich tue, der richtige Weg ist, wage ich nicht zu behaupten. Aber ich fühle mich gut und habe das Gefühl, das Richtige zu tun. Auch was wert ;-) 

So sieht mein Plan zur Narbenpflege aus: 


DIE ERSTEN TAGE

Die Naht selbst hat noch ein Pflaster, das ich nicht anrühre. Die Nippel bekommen, solange Schorf darauf ist, zweimal täglich Verbandswechsel mit Fettgaze und Pflasterverband.


ETWA ZWEI WOCHEN NACH DER OP

Pflaster über der Naht ist entfernt, Schorf ist darauf. Nippel weiterhin Fettgaze und Pflasterverband. Narbe dreimal täglich dünn und vorsichtig mit Bepanthen eincremen. 


DER SCHORF IST AB

Etwa nach vier bis fünf Wochen nach OP war der Schorf ab. Die ersten Tage noch etwas Bepanthen für Nippel und Naht. Danach bin ich umgestiegen auf Ringelblumensalbe (Babypflege Calendula). In kleinen kreisenden Bewegungen mit leichtem Druck (Massieren) auf die Narbe auftragen. Das Massieren dient dazu, dass die Narbe nicht verklebt (Stichwort Faszien). 


OHNE WESTE

Die Narbe wird nicht mehr von der Weste gehalten. Narbensalbe dreimal täglich mit leicht massierenden Bewegungen auftragen. Das soll dazu beitragen, dass die Narbe gut heilt, sich nicht zusehr verbreitert und das Gewebe schön zusammenwächst, nicht verklebt. Das werde ich jetzt noch sehr lange tun in Zukunft, denn die Entwicklung einer Narbe erstreckt sich über Monate, sogar Jahre. Klar, irgendwann werde ich das nicht mehr dreimal täglich machen, sondern nur noch zweimal, einmal. Aber ich warte jetzt einmal ab ... 


SONST NOCH ZU BEACHTEN

In der Badewanne, beim Schwimmen (Salz, Chlor) oder falls es andere Situationen mit besonderer Belastung für die Haut gibt, creme ich dick mit Vaseline ein. Das hält zB das Chlorwasser fern und schützt die Narbe vor dem Austrocknen. 

UV-Licht ist das erste Jahr zu meiden. Also nichts mit nacktem Oberkörper im Freibad, auch nicht im Schatten. 

*************

NACHTRAG

Der Doc war der Ansicht, dass Massieren nicht gut sei, er rät eher zu leichtem Sport, und von Narbensalbe hält er nichts. Da jede Internetseite, jeder Betroffene, jeder Facharzt etwas anderes sagt, ist mir seine Meinung relativ egal. Aber interessanterweise deckt seine Aussage sich mit dem, was ich jetzt erlebe. Denn die Narbensalbe vertrage ich nicht wirklich gut, die 0815 Fettcreme davor hat der Narbe dagegen recht gut getan. Und das Massieren empfinde ich als eher unangenehm, während leichte Bewegung dazu führt, dass es sich besser anfühlt. 

Keine Ahnung. Vielleicht stelle ich ja in einem Monat fest, dass Sport sich doch nicht so gut anfühlt? Oder habe die Chance, eine andere Salbe zu testen und finde diese ganz klasse und habe tolle Ergebnisse damit? Werde es ausprobieren und vertraue, dass es gut wird. Schritt für Schritt.

2heartedman 28.07.2017, 21.46

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