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Nachuntersuchung HNO

Letzte Woche war ich beim HNO-Arzt, der mir damals die Verordnung zur Stimmtherapie ausgestellt hatte. Ich hatte mich bereiterklärt, mich nach Abschluss noch einmal zur Untersuchung dort sehen zu lassen.


Es ist nun rund elf Monate her, dass man mich dort untersucht hatte. Und die Ärztinnen waren recht angetan von den Veränderungen. Optisch, was zwar mit dem Grund meines Besuches nichts zu tun hatte aber natürlich trotzdem sofort auffiel. Aber vor allem stimmlich: 

meine Stimmlage hat sich klar verändert, ist weitgehend stabil und passend / stimmig zu meinem Äußeren. Mein Tonumfang hat sich etwas erweitert, ist aber klar nach unten gerutscht und definitiv im männlichen Bereich. Entwicklung anatomisch absolut normal, leider nichts gewachsen oder verändert (da haben die Youngsters wohl eindeutig einen Vorteil, wenn es um Adamsapfel, Stimmbänder, Hände, Füße und Co geht, ich bin einfach schon zu alt und verknöchert LOL).

Ich wurde gefragt, ob alles passt und ich zufrieden bin. Bin ich. Einzig das Thema Lautstärke hängt mir noch etwas nach, weil ich in den Workshops oder in Gruppen noch immer das Problem habe, dass ich nicht richtig laut werden kann (bzw ich kippe dann, und das hört sich albern an, will ich in einer Schulklasse nicht bringen). 

Ist vermutlich ein Luxusproblem. Trotzdem bot man mir augenzwinkernd an, dass ich gerne eine weitere Verordnung abholen darf, wenn ich das möchte und meine Stimmtherapeutin das für sinnvoll erachtet. Zumal Sprechen eben mein Job ist und es verständlich ist, dass diese Art der Einschränkung für mich eine Belastung sein kann.

Ich denke, die Klinik arbeitet selten mit Transmännern und ist selbst auch interessiert, wie es da weitergeht und was noch möglich ist. Und für mich wäre es natürlich auch spannend, hier und da am Feinschliff zu arbeiten. Würde mich schon freuen, wenn ich da weiter arbeiten und mich verbessern kann.

Aber, jetzt heißt es erst einmal, das Gelernte weiterhin in der Praxis umzusetzen. Ich spüre, wie die Anwendung immer einfacher wird. Inzwischen kann ich recht gut modulieren, auch das Vorlesen klappt inzwischen wieder deutlich besser (auch mit verstellten Stimmen, verschiedenen Sprechweisen, variabler Modulation), ich klinge nicht mehr ganz so monoton und kann auch bei Aufregung, Freude, Trauer die Stimme "einfärben" statt steif in meiner Tonlage zu bleiben. Muss nicht mehr darüber nachdenken, wie ich rede, sondern spreche einfach. 

Was später sein wird mal sehen. Jetzt bin ich erstmal dankbar, dass ich ein paar weniger Termine habe und etwas mehr Zeit für mich selbst :-)

2heartedman 10.11.2018, 17.16

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