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Stimmtherapie 2 - Zwei von drei Punkten

Diese Woche hatte ich meine zweite Sitzung Logopädie. Viel war es nicht, aber trotzdem haben die Übungen es ganz schön in sich ...

Es klappt besser, wenn ich gar nicht groß nachdenke. Aber nicht nachzudenken ist mir kaum möglich. Herrjeh, ist das kompliziert! Vor allem, nachdem sie jetzt schrittweise lokalisiert, wo meine Stimme am besten sitzt und wie ich sie am besten anwende. Da gibt es drei Punkte im Körper, und da ist wohl jeder Körper unterschiedlich. Also testen, sie hört mir zu, ich spüre in mich rein, und dann werden wir diese drei Punkte schon finden. Unterer Teil des Brustbeines, dann seitlich in der Nähe vom Steiß. Und nächste Stunde dann der dritte Punkt. 

Uargh, da wird das Denken zum Wahnsinn, wenn man mehrere Punkte zugleich aktiviert und die Stimme da lokalisieren und spüren will. Wie in der Fahrschule, wenn der Anfänger sich jeden Schritt erst verdeutlichen muss und dann immer wieder abwürgt und sich verzettelt und im falschen Moment irgend etwas ausführt. Irgendwann werde ich wohl männlich sprechen können ohne darüber nachzudenken, aber jetzt nach der zweiten Stunde fühle ich mich noch etwas überfordert und denke "boah, wie soll ich das JEMALS schaffen?!?"

Das jetzt ausführlich zu erklären, ist mir ehrlich gesagt zu kompliziert. Sie wirft ganz schön mit Fachbegriffen um sich. Ich verstehe sie und finde das gut (mir wäre es ja am liebsten, ich könnte ein Fachbuch lesen, es verinnerlichen und dann die Technik beherrschen, das wäre schön). Allerdings das in eigenen Worten wiederzugeben, dass alles korrekt ist, das ist mir nicht möglich. Und selbst wenn - jeder Körper ist anders, sodass es anderen Betroffenen hier auch keine Hilfe wäre, wenn ich das jetzt ausführlich schildere. Denn es sind keine generellen Übungen für jeden, sondern sie geht schon explizit auf meine Anatomie und auch meine Gewohnheiten, Körperhaltung und Vorlieben ein (sitzend / liegend, mit oder ohne Spiegel, mit oder ohne Hilfsmittel, Schrittstellung oder andere Position, etc). 

Ich spüre, wie ich recht gut in den unteren Regionen Klänge erzeugen kann. Sagte man mir in der HNO-Klinik ja auch, dass da eigentlich gut Potential vorhanden sei. Nur, es bricht dann immer weg. Sie erklärte, dass sich da die Stimmbänder überlappen, und sie möchte mit mir trainieren, dass ich das eben vermeide. 

Ich weiß, dass die Körperhaltung, die Atmung und auch innere Prozesse sich untereinander beeinflussen. Dass es zB effektiver ist, bei einem wichtigen Telefonat aufrecht zu stehen statt am Stuhl zu lümmeln. Dass man bei einem Vortrag auf die Körperhaltung achten sollte. Aber sie führt da noch ein paar Stufen weiter, sodass ich zB im Mundraum bereits die veränderte Tonlage spüre, der Mund wirkt voller, erfüllter, obwohl es doch trotzdem nur Luft ist. Das ist sehr irritierend, lenkt mich wieder ab und lässt mich wieder nachdenken, und schwupps vorbei, nochmal von vorne, ohne Denken. 

Obwohl ich jemand bin, dem Schreiben und Erklären leicht fällt, stoße ich hier an meine Grenzen. Die Logopädie ist etwas, das ich tatsächlich ausführen muss statt darüber zu reden. Und es fällt mir unglaublich schwer. Aber ich werde es schon schaffen ;-)

2heartedman 28.01.2018, 16.27

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