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Hysto / Adnek - lost in Ahnungslosigkeit

Diesen Donnerstag hatte ich Vorgespräch in der Klinik wegen der anstehenden Hysto / Adnek.

Ich habe einen gesunden Körper, und eine OP ist IMMER ein Risiko. Wenn es um die Mastektomie (Brust) geht, ist mir das Risiko egal, da selbst ein schlechtes Ergebnis mir lieber ist als der aktuelle Zustand (um es mit Krankenkassen-Deutsch zu formulieren: der Leidensdruck ist krankheitswertig). 

Was aber Hysto und Adnek angeht, bin ich zwiegespalten. Denn man sieht das Zeug nicht, und es trägt null zum besseren / schlechteren Passing bei und ändert für mich auch nichts an meiner Selbstwahrnehmung als Mann. Daher ist es mir sehr wichtig, mich ausreichend aufzuklären, bevor ich diese Entscheidung treffe.

Wer viel fragt, geht viel irr. Ich frage also nicht dutzende Leute. Sondern ich fragte meine Frauenärztin, bei der ich bisher in Behandlung war. Da sie sagte, sie rate zwar zu xy, sei aber kein Fachmann, ich müsse einen Endokrinologen fragen (da es um die Wechselwirkung Organe / Testo ginge), fragte ich meinen Endokrinologen. Der sagte gar nichts und verwies mich an die gynäkologische Abteilung im Krankenhaus, schließlich ginge es um weibliche Organe. 

Also habe ich beim Vorgespräch im Krankenhaus dann endlich passende Infos erhofft. Ich bekam keine Infos. Sondern nur wieder den Vermerk "da kenne ich mich nicht aus, da müssen Sie jemand anderen fragen". 

Aber auch, wenn alle sagten, sie hätten keine Ahnung, konnten sie es sich nicht nehmen lassen, alle möglichen Horrorvorstellungen zu erklären, was passieren könnte, wenn man es drinlässt bzw entfernt. Teilweise waren die Aussagen sogar sehr widersprüchlich. Natürlich alles unter Vorbehalt, wie immer wieder betont wurde. 

Es ist ja nicht so, dass ich mich kirre machen lasse, wenn ich im Internet dies oder jenes lese. ABER da ich real nur ein paar TM kenne, ist das Internet halt trotzdem eine gute Quelle, zwar nicht für Fachinfos, aber immerhin für Erfahrungsberichte von Betroffenen. Nur leider gehen die (wie zu erwarten) genauso auseinander wie die Meinungen der Ärzte. 

Bin echt genervt! Habe keine Lust, mich abwiegeln zu lassen mit "wenn es drinbleibt, kriegen sie 1000 Prozent Krebs, eher vorgestern als gestern" oder "wenn das rauskommt, folgen möglicherweise Blasensenkung, Inkontinenz, Orgasmus-Störung, Hormonchaos, Darmverschlingung, und die Monatsblutung kriegen sie trotzdem". 

Ich bin frustriert, weil ich das Zeug gerne so schnell wie möglich loshätte. Allein der Gedanke an Östrogen ist sehr belastend für mich. Bei einer vernünftigen Dosierung müsste aber normalerweise die Produktion eingestellt werden. Hätte ich einen kompetenten Endo, würde er mir die Werte bestimmen und erklären, ob das auch funktioniert. Mangels passendem Endo war das bisher nicht möglich, ich habe immer noch das Gefühl, dass weibliche Hormone produziert werden, das nervt. Aber vorschnell irgendwas Gesundes entfernen lassen, nur weil ich genervt bin? 

Vielleicht ist die Endokrinologin im Dezember ja besser als mein bisheriger Doc. Wäre schön, wenn ich dann Klarheit bekomme über meine Blutwerte. Und vielleicht kann ich dann auch eine gute Entscheidung treffen. 

Vorerst also: einmal draußen kriege ich sie nie wieder. Aber ich kann einen OP-Termin mit lediglich zwei bis drei Wochen Wartezeit bekommen. Also lieber warten. Und DANN, wenn ich sicher bin, auch rückwirkend zu meiner Entscheidung stehen zu können, kann ich zügig handeln.

2heartedman 22.10.2016, 13.00

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