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Chaos im Körper

Derzeit dreht mein Körper mal wieder völlig am Rad. Gründe dafür kann es viele geben ...

Hormone sind komplex. Und die Schilddrüse hängt da ja auch mit drin. Seit einiger Zeit nehme ich in geringer Dosis auch hierfür Medikamente. Ob das vorher schon schwierig war und erst durch Testo erkannt wurde bei den Blutentnahmen ... oder ob es dadurch ausgelöst wurde ... oder ob es neu ist, aber auch ohne Testo gekommen wäre ... das ist unklar. 

Dazu kommt das Thema Nährstoffe: Magnesium, Calcium, Eisen, B12, Vitamin D und so weiter. Lief bei mir eine zeitlang alles gut. In letzter Zeit habe ich hier und da Mangel, an dem ich jetzt arbeite. Aber auch hier: einfach zu komplex um es konkret benennen zu können.

Momentan geht es mir gerade ziemlich dreckig. Naja, eigentlich geht es mir gut. Laune ist top, ich bin wacher und fitter als zuvor. Ich spüre, dass mein Körper sich gut erholt. Es tut mir gut, dass ich die Nährstoffe bekomme, die der Körper braucht, und die Schilddrüse muss sich weniger anstrengen, und das Testo macht brav seine Arbeit. 

Aber ich fühle mich matt, erschlagen, alles tut weh. Als hätte man mich durch den Fleischwolf gedreht. Als hätte man den Stecker gezogen. Als wäre ich Marathon gelaufen und hätte jetzt den Muskelkater meines Lebens. Wie eine Grippe ohne Fieber. Schwer zu erklären, wie sich das anfühlt. Jede Bewegung ist schwer, und rasch bin ich überfordert und außer Puste, dazu Schmerzen und Drücken und Ziehen bei geringer Belastung. 

Das kann daher kommen, dass die Schilddrüse neu eingestellt wird. Bis es soweit ist, gibt es einige Hoch und Tief, die völlig normal sind in diesem Prozess, und das kann ein paar Wochen dauern. Dafür spricht, dass naja, eben dass ich die Dosis immer wieder ändere und anpasse und das Zeitfenster der Verschlechterung ziemlich genau dem entspricht, was für die Schilddrüse üblich ist, bis die Veränderung anschlägt. Wer das selbst kennt, kann sicher ein Lied davon singen.

Es kann aber auch daher kommen, dass Testo und Östro in meinem Körper einen ziemlich fiesen Kampf in mir kämpfen, weil aus irgendeinem Grund das Ö höher ist als es eigentlich in meinem Kontext sollte (wird aromatisiert? Ist meine Hormonfabrik zu stark? Hat es irgendwelche anderen Gründe, die nicht sofort auf der Hand liegen?). Dafür sprächen ein paar meiner Blutwerte.

Vielleicht kann durch die verbesserte Schilddrüse das Testo jetzt besser wirken, sodass es erneut zu einer Art "Schub" kommt, wie ich ihn schon zu Beginn hatte. Nämlich Muskelwachstum ohne Sport getrieben zu haben, einfach eine Vermännlichung meines Körpers. Die sich äußert mit fiesem Muskelkater und Verspannungen, weil grade alles "überarbeitet" wird. Dafür würde zumindest sprechen, dass ich momentan auch ohne zu trainieren das Gefühl habe, ein paar mehr Muckis am Oberkörper zu entwickeln, die vorher noch nicht so ausgeprägt waren. Und dass ich ein paar weitere Veränderungen spüre, die nochmal ordentlich Schub geben.

Vielleicht liegt es daran, dass mit frischer Testo-Spritze oder besser Wirkung (ggf durch bessere Schilddrüse) jetzt mehr Nährstoffe gebraucht werden (Testo ist zB blutbildend, und hierfür werden verschiedene Stoffe benötigt, die jetzt ordentlich abgezogen werden aus meinem Körper, ich komme kaum nach mit der körpereigenen Produktion und muss da fleißig nachhelfen), sodass ich trotz Nachkippen einen Mangel habe, der zu Verspannungen und Schmerzen führt (bei Magnesium typisch, und mit den Mengen, die ich supplementiere, hätten die beim letzten Bluttest höher sein müssen. Irgendwo verschwinden da haufenweise Nährstoffe, als wäre ich ein schwarzes Loch). 

Vielleicht ist es eine herbstliche Schlappheit, und ich werde einfach älter und vertrage nicht mehr so viel. Dazu vielleicht ein paar verschleppte Krankheitskeime (ich habe ja ständig mit Menschen zu tun im Job, privat, in der Straßenbahn und überhaupt, ich kriege an Keimen ja so ziemlich alles ab. Krank werde ich nicht, schlapp aber schon mal hier und da). 

Es ist einfach kompliziert. Das Erhöhen des eines Hormones oder Stoffes führt dazu, dass ein anderer Stoff mehr benötigt wird oder aber gehemmt wird in der Produktion oder aber verstärkt ausgeschüttet. Und da sich alles gegenseitig bedingt, kann die Veränderung bei einem dazu führen, dass es woanders gleichzeitig positiv wirkt, woanders aber negativ ausgeht, was dann wieder schlechte Auswirkungen auf das ursprünglich Positive hat. AAAARGH, da blickt keiner mehr durch! 

Und ich habe das Gefühl, dass auch die Ärzte recht ratlos und überfordert sind. Ich komme mir manchmal vor wie ein Simulant, der Aufmerksamkeit will. Die Hausärztin schickt mich zum Endokrinologen. Die Endokrinologin sagt, an den Hormonen läge es nicht, ich soll alles beim Orthopäden abchecken lassen. Der sagt, in dieser Hinsicht ist alles Top, Röntgenbild und Untersuchung sind perfekt. Aber ich solle das mit der Gynäkologin besprechen. Die befindet alles für okay und meint, ich soll bei der Hausärztin nachfragen. Und da stehe ich, habe seit langer Zeit Rückenschmerzen und bin steif und an manchen Tagen kaum richtig beweglich, alles tut weh und ich fühl mich wie 90, aber alle sagen "DARAN liegt es nicht". Gut, dass ich jetzt weiß, woran es nicht liegt. Ich wüsste aber gerne, woran es dann liegt. 

Vermutlich ist es eine Kombi aus allem. Und ich hoffe, dass wenn das System schrittweise besser wird, dass dann irgendwann mal alles passt. Ich meine, irgendwenn müssen doch alle Speicher aufgefüllt, die Dosis angepasst, die Hormone auf dem richtigen Level, der Körper auf das Testo umgesetllt sein. Ganz sicher. Und dann tut mir nichts mehr weh, die Muskelschmerzen sind weg, und mein Körper ist so fit wie zuvor! 

2heartedman 13.11.2018, 15.45

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